Freitag, 10. August 2012


Mission Buchelt Spezial


Nachdem ich ja jetzt schon viele verschiedene Baits bei uns am Wasser getestet habe, war es jetzt an der Zeit die vom Markus so viel gelobten Buchelt Spezial zu probieren.

Bei den Buchelt Spezial handelt es sich um Boilies die mit Robin Red, GLM,  Squid und verschiedenen Fischmehlen zubereitet werden. Es wird kein Flavour verwendet, da ein solcher durch die Zutaten überflüssig wird.

Als ich mit dem Markus darüber gesprochen hatte, dass ich auch seine Kugeln gerne mal testen möchte, dauerte es nicht lange bis ich ein Paket mit den viel gelobten Baits mein Eigen nennen durfte.
Also konnte die Mission beginnen. Ich begann 10 Tage bevor ich fischen wollte mit dem füttern. Dazu suchte ich mir keine neuen Plätze sondern ich wollte mir 2 alt bewährte Spots mit den neuen Kugeln aufbauen.

Ich begann also am 13.07. die beiden Spots mit jeweils 2 kg Buchelt Spezial und mit jeweils 1 kg gekochtem Mais und Tigernüssen unter Futter zu setzen.

Dieses Vorhaben wiederholte ich nun jeden Tag bis ich am 23.Juli endlich meine Session starten konnte.

Um 06.00 angekommen fütterte ich nun auf den Spots jeweils ca. 4kg Baits und keine Partikel.
Da beide Plätze wirklich harten Boden aufweisen fische ich ein einfaches Line Agliner mit einmal zwei 20er Sinker und einmal mit einem 20er Sinker.

Alter Schwede um ca. 11.30 ist das erste mal die so genannte „Luzi“ abgegangen.
Der RX der linken Rute heulte los, so dass es mich regelrecht aus dem Bett, in dem ich gerade ein Nickerchen abgehalten hatte raus katapultiert hat.
Hin zur Rute kurzer Fischkontakt und, bamm Oida weg. Gibt’s ja nicht, hab i mir dacht aber denken konnte ich mir was ich wollte, der Fisch war einfach ausgestiegen.
Das darf ja nicht wahr sein, so nicht, beide Ruten raus und gleich mal neue Rigs montiert und wieder raus damit.

Die Warterei nahm ca. 4 Stunden später ein jähes Ende als die selbe Rute wieder einen Lauf brachte und ich ohne weitere Komplikationen einen schönen Schuppmann keschern durfte.
Na das ist schon mal ein super Start, den Schuppi gewogen (10,20kg) und fotografiert fuhr ich die Rute, mit ca. 4kg Baits wieder an ihrem Bestimmungsort.



Inzwischen habe wir den 24. Juli und es ist ca. 12.40. Uhr. Das Mittagessen schmeckt, darf aber nicht gemütlich genossen werden da sich diesmal die rechte Rute durch einen einzelnen Piepser bemerkbar macht. Da ich das Wasser und seine Tücken kenne, warte ich nicht und fahre sofort mit einer gebogenen Rute in Richtung Spot.

Das kann jetzt alles sein, ein Hänger im Kraut, einen verzogene Montage oder ein Fisch. Und was soll ich euch sagen, als ich mit dem Boot über der Montage war und ich diese etwas aus dem Kraut befreien konnte setzte sich diese schön langsam in Bewegung und der Tanz konnte beginnen. Diesmal hatte ich nicht so leichtes Spiel wie beim Schuppi, denn ich war mit dem Boot schnell in einem dicht bewachsenen Gebiet, und die Wasserpflanzen sammelten sich sehr intensiv an den verschiedensten Stellen meiner Montage. Als ich dann endlich das Krautbündel das sich um mein Blei gebildet hatte entfernen konnte, kam noch mal richtig Leben in das Kraftspiel und der Fisch zeigte mir, dass er noch nicht in den Kescher geführt werden wollte. Nach ca. weiteren 10Minuten gelang es mir einen großen Spiegler, der gefühlte 5kg Kraut im Gepäck hatte zu einem Landgang zu überreden.

Die Wiege. (16,80kg) und Fotoprozedur lief wie geschmiert und er durfte unbeschadet wieder in sein Reich eintauchen.

 

Na net schlecht, wie das bis jetzt so läuft, mit den Buchelt Baits.
Und auch am 25.Juli sollten meine Bemühungen belohnt werden. Ein ganz typischer  und sehr verdächtiger Einzelton lies mich um ca. 10.20 Uhr die linke Rute in die Hand nehmen und mich damit ins Boot begeben. Und diese Aktion sollte sich als Gold richtig herausstellen, denn so bald ich an Bord war, setzte sich mein Schiffchen in Bewegung, ohne dass ich den Motor eingeschaltet habe.

Ich stand mit einer im Halbkreis gebogenen Rute da, und lies den Fisch erst mal in die Richtung die er sich ausgesucht hatte, welche zu meinem Glück ins Feiwasser führte. Das einzige Problem dabei war, das Kraut das sich wieder an meiner Schnur ansammelte. Aber das kannte ich ja schon ausführlich und so machte ich mir keine weiteren Sorgen und kämpfte mit meinem Gegenüber auf Biegen und Brechen.

Schnell so viele Pflanzen als möglich entfernt, gelang es mir beim zweiten Versuch den Fisch über die Maschen meines Keschers zu führen.
Jetzt, als ich ihn das erste mal sehen konnte, fuhr es mir wie ein Blitz durch meine Gehirnwindungen.

„Oida des is a schens Gerät“!  ((-:

Und genau das war er auch, ein sehr massiver Spiegler mit satten 24,80kg, Oida was willst du mehr.

 

Also die Mission Buchelt Spezial war ein voller Erfolg und natürlich werden weitere Sessions mit dieser Kugel folgen.



Duli, für die Buchelt Brothers








Dienstag, 3. Juli 2012

Gemeinschaftsfischen Sachsen am Virgin Lake
Virgin Lake, diese Perle in der Donau Au und bei mir persönlich ganz oben auf der Beliebtheitsskala der Wasser in Österreich. Nur der Teich von Kurt Grabmayer in Stockerau, welcher mir regelmäßig einen neuen PB brachte, kommt da wohl noch nahe heran. Das aber ist mein wirklich ganz subjektives Empfinden. Genau aber das wollte ich mit anderen teilen.
So kam nun dem Franz „Duli“, einem Pächter vom Virgin, und mir die Idee auch mal ein paar sächsischen Kollegen die Möglichkeit eines Fischens an diesem Traumwasser einzuräumen. Das besondere Flair dieses Teiches würde sicher auch sie infizieren.
Irgendwann war dann auch ein Termin gefunden und insgesamt 6 Leute inklusive meines Sohnes Philipp machten sich auf den Weg nach Tulln. Gegen 9:30 Uhr empfing uns dort die Jungfrau mit strahlendem Sonnenschein bei 35 Grad und dem schon bekannten erhöhten Gelsenaufkommen.
Bei der Platzwahl gab es keine Probleme. Ich erklärte potenzielle Spots und man wurde sich schnell einig. Von meiner Stelle aus gab es nur ein mir bekanntes und schon häufig produktives Plateau welches ich dann natürlich gern meinem Sohn überließ.
Nach dem Aufbau des tackles und der Positionierung der Montagen verbrachten wir den Nachmittag mit gemütlichen Gesprächen. Philipp war mit der leichten Posenrute unterwegs und schaffte es wohl als Erster an diesem Gewässer, einen carp auf eben diese Weise zu landen. Auch beim zwischenzeitlichen Hechtfischen hielt er sich nicht zurück und konnte einen knapp 70cm langen Zahnfisch auf die Matte legen. Er fand nach der Fotosession seinen Weg zurück ins kühle Nass.


Ein zweiter Hecht eines sächsischen Kollegen, der stattliche 80cm aufwies, wurde selbstverständlich ebenfalls released.   
Schon relativ zeitig schlossen sich dann die Zelte zur Nachtruhe. Immerhin hatten wir ja noch vom Tag zuvor ordentlich nachzuholen. Ab 7:30 Uhr war an Schlafen dann aber nicht mehr zu denken. Ohne Gnade knallte die Sonne in unsere Zelte und heizte sie auf Backofentemperaturen auf. Ein kurzer small talk mit den Kollegen und hier wurde dann auch schon der erste Paukenschlag der Session offiziell. Ronny hatte seinen PB deutlich nach oben geschraubt und einen Spiegler von satten 25,6kg gelandet. Der Fisch war letztmals 2 Jahre zuvor gefangen worden und hatte nun in der Zwischenzeit 4 kg an Masse zugelegt.
Nach einem wahren Gratulationsregen und vielen schönen Fotos verschwand der Fisch in den Tiefen des Sees und seinem Dschungel aus Kraut.  

Am Tag machte dann vor allem wieder Philipp von sich reden. Seine Wahl eine Rute ausschließlich mit Tigernuss und einem kleinen Pop up zu fischen erwies sich als goldrichtig. Neben 2 Satzern brachte ihm diese Taktik seinem neuen PB. Eine vormals zurückgelassene H-Boje komplizierte den Drill. Ich konnte sie aber letztlich von der Schnur entfernen und so stand einem für ihn einmaligen Drillerlebnis nichts mehr im Weg. Jede Flucht des schönen Schuppis wurde erfolgreich gekontert und so schloss sich schließlich der Kescher.

Ich hatte ja noch „Verpflichtungen“ gegenüber meinem Freund Torsten. Nach dem Fang dieses wirklich außergewöhnlich schönen 24kg Spieglers im vergangenen Herbst war eh klar dass beim diesmaligen Ansitz der erste Fisch in jedem Fall an ihn gehen sollte. Dass das nun ein Satzer war war wohl höhere Gewalt. Vorweggenommen blieb auch bei einem neuerlichen Versuch in der letzten Nacht der erhoffte grosse braune Schuppi aus. „Macht nichts mein Freund. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben und beim nächsten Mal wird es dann sicher gleich eine richtige Granate“.
Ronny legte mit einem 14er Schuppi nochmal einen nach und dann kam schließlich auch ich zum Zug. Zunächst konnte ich gleichfalls einen 14er Schuppi landen ehe mir dann ein Satzer die darauffolgende Nacht versüsste.

Danke an dieser Stelle an die vielen Besucher die auf einen Sprung vorbeikamen. Teilweise 2 Stunden Fahrzeit wurden hier in Kauf genommen. Aber Duli mit Familie, Harald Haba aus Freistadt und Matthias wurden mit kulinarischen Köstlichkeiten aus dem Hause Sternekoch Torsten angemessen entschädigt.
Am letzten Abend lief noch einmal meine Seerosenrute ab. Nach kurzem aber heftigem Drill schloss sich der Kescher hier über einem echten Potenzialfisch. Bei vielleicht 60cm Körperlänge brachte es der Spiegler schon auf über 11 kg. Den würde ich gerne noch einmal in 3 bis 4 Jahren wiedersehen. Der kann in dem Wasser alle Rekorde schlagen. Man wird sehen.
 
Nach 4 Tagen und einer reibungslosen Heimfahrt fällt die Bilanz wie folgt aus:
Herrliche Tage, eine schon gewohnt aussergewöhnliche Gastfreundschaft, 15 carp, 2 mal PB.
Und auch wenn die Satzer den einen oder anderen Kollegen ein wenig genervt haben sollten. Auch die werden mal groß. Potenzial jedenfalls haben sie alle.

An dieser Stelle unbedingt noch einmal vielen herzlichen Dank an den Duli, vor allem von den Kollegen. Danke dafür dass du die Tore zu diesem Traumwasser geöffnet und ihnen damit ein wohl einzigartiges Karpfenangelerlebnis ermöglicht hast.

Ralf

 

Montag, 25. Juni 2012


Sommerhausmesse bei den

Buchelt Brothers


Am 16. Juni war es so weit. Die Buchelt Brothers  veranstalteten Ihre erste Sommerhausmesse in Nekartenzlingen.




Ich kannte ja schon ihr Geschäftslokal und auch im Onlineshop war ich schon des Öfteren als Kunde unterwegs.
Da ich schon am Freitag anreiste, konnte ich mich mit dem Chef schon vorab über den Ablauf unterhalten und schon mal einen ersten Eindruck über das im Laden vorrätige Sortiment machen.




Egal ob Fried oder Raubfisch, hier findet man einfach alles was das Herz begehrt. Futter oder Equipment gibt es von den verschiedensten Herstellern in riesiger Auswahl.








Am Samstag um 08.30 war es dann so weit, die Türen wurden geöffnet und die ungeduldig wartenden Kunden durften die heiligen Hallen betreten.
Ab jetzt waren die Brothers in Ihrem Element, sie zeigten den Besuchern einfach alles, was diese sehen wollten, ohne dabei auch nur irgendwie aus der Ruhe zu kommen, oder gar einen von Ihnen zu vergessen oder zu übersehen.
Es lief einfach alles wie geschmiert.




Vor dem Geschäftslokal wurden alle mit leckerem Gegrilltem, Gebäck und kalten Getränken bewirtet, was auch von den Kunden dankend angenommen wurde.


Selbstverständlich genehmigt sich auch die Chefität eine kleine Stärkung um danach mit neuem Elan den Kundenansturm wieder mit frischen Kräften bewältigen zu können.




Natürlich durfte auch nicht fehlen, den Anwesenden die Rutenbaustation zu zeigen.




In dieser werden Ruten, Kescherstangen und sämtliche anderen Kundenträume in einzigartiger Professionalität verwirklicht.
Hier findet jeder Suchende die passenden Teile für seine handgebauten Unikate.




Im Lager hinter der Verkaufshalle findet man Boilies, Rutenblanksund sämtliche Teile in ausreichenden Mengen die nur darauf warten in die Regale ein geschlichtet zu werden.




Fazit der ersten Sommerhausmesse bei den Buchelt Brothers:


So sehen zufriedene Kunden aus!

Es war für mich wirklich eine lohnenswerte Reise zu meinen deutschen Freunden, bei der ich natürlich auch meinen Materialbestand ordentlich aufgestockt habe.


Duli, für die Buchelt Brothers

Samstag, 23. Juni 2012

                  Virgin Lake- For the first Time!


Endlich war es soweit, die erste Session am jetzt schon legendären Virgin Lake stand unmittelbar bevor. Die Erwartungen habe ich, wohlwissend wie launisch die wenigen Karpfen darin sind, schon im unteren Bereich angesiedelt. 3 Tage angeln mit meinem Bruder Heinz standen auf dem Plan, da wünschte ich uns zwei Fische. Das schien mir realistisch zu sein, denn ungefähr 60 Karpfen auf 4,4 Hektar verteilt sind nicht wirklich viel. Aber das wusste ich und es bestand eben darin der Reiz, überhaupt einen Karpfen zu fangen.

Die Waffen wurden scharf gemacht und mit exquisiten und hochqualitativen Ködern bestückt. Die Spots wurden sorgfältigst ausgewählt und die Köder eben dort versenkt. Es war unglaublich heiss und schwül, da waren Heinz und ich bis in den sprichwörtlichen A..... hinein nass, als alle Köder ausgebracht waren. Nun hiess es warten. Vorsorglich liess ich mich von Heinz mit dem Glücksbringer, welchen ich von meiner Tochter bekam, ablichten. Man weiss ja nie.

Das Gewässer faszinierte mich von Beginn an, die märchenhaften Uferregionen, die Plateaus oder die geheimnisvollen tiefen Löcher, welche durch die Trübung des Wassers uneinsehbar geworden sind.

Ich wusste von den Königen des Sees, doch ich wäre schon mit irgendeinem Fisch zufrieden. Eigentlich sollte das bei der Größe des Gewässers ja nur eine Frage der Zeit sein, doch wir erfuhren, das diese schuppigen Kreaturen unglaublich launisch sein sollten. Das erschwert normalerweise ein solches Vorhaben. Man erzählt sich Stories von 23 Nächten ohne Fischkontakt, oder 14 Tage durchgehend angeln ohne ein Schwänzchen zu sehen. Da ich durch die extreme Hitze bei den Aufbauarbeiten doch ziemlich fertig war, legte ich mich ein wenig aufs Ohr. Ein schattiges Plätzchen war schnell gefunden und so grunzte ich einfach so vor mich hin. The Sound of running Carps riss mich aus meiner Lethargie, VOLLRUN!!! Yeeeeaahhhh!!! Wir stürmten zu den Ruten und begaben uns sofort ins Boot um dem flüchtenden Fisch hinterher zu fahren. Solche Situationen kenne ich von meinem Hauswasserl, da buddelt sich der flüchtende Karpfen ins Kraut hinein und wartet dann darauf, von mir hochgehievt zu werden. Der Drill verlief ohne nennenswerte Zwischenfälle und so konnte ich meinen ersten Virgin- Carp landen. Ich war einfach nur happy, denn es waren erst 4 Stunden vergangen seit wir unsere Köder ausgebtracht hatten!


Was für ein toller Fisch, ich konnte mein Glück kaum fassen! Der Bringer war wieder einmal eine meiner Drachenblutmurmeln(in 24mm)!! Von diesem frühen Erfolg angespornt, dachten wir, es würde in dieser Tonart weitergehen. Doch es wäre wohl nicht der Virgin Lake, und er präsentierte sich daraufhin so, wie man ihn aus Erzählungen kennt. Geheimnisvoll, unerklärlich und undurchschaubar, so würde ich das beschreiben.Es folgten eine Nacht, ein Tag und noch eine Nacht ohne irgend ein Anzeichen für fressende oder überhaupt anwesende Fische. Als Heinz und ich gar nicht mehr damit rechneten, geschah doch noch das, worauf wir hingearbeitet hatten. RUN!!! Mit Vollgas stürmte der Karpfen davon, doch ich führte Heinz zügig zum Fisch. So landete er auch seinen ersten Virgin- Karpfen. Dieser wog zwar nur 3 Kilo, doch hier zählt nur der Fangerfolg selbst.
Ich werde sicherlich nochmals mein Glück hier versuchen, denn ich möchte unbedingt einige der Perlen des Sees auf die Matte legen. Alles in Allem waren wir dann doch zufrieden und fuhren mit einem Lächeln heim!


Marcus

Sonntag, 17. Juni 2012


„Virgin Lake“- Leider Geil…!




 Seit nun schon 2 Jahren habe ich von diesem Gewässer gehört und gelesen. Fotos von unfassbar prachtvollen Fischkörpern konnte ich bewundern, doch leider ergab sich kaum die Gelegenheit dort hin zu fahren.



Doch 2012 war´s nun endlich soweit- 3 Nächte Ende Mai. Ich und mein guter Freund Markus (Bimbo Wiltschnigg) waren voller Euphorie einen dieser unfassbar geilen Fische zu fangen. In der 2. Nacht war´s bei Markus auch schon soweit- ein absolut starker Schuppler landete auf unserer Matte- einfach nur geil! Damit war die Session auch schon gerettet, auch wenn ich diesmal leer ausging.




Eine Woche später- ein überraschter Hannes und internationaler Besuch standen an. Erwarten konnten wir uns keinen Biss, denn es wurde am Abend natürlich dann etwas lustiger und lauter und der Spaß blieb hier eindeutig nicht zu kurz! Sogar 2 schöne Fische fanden den Weg auf unsere Matten- 16,20… ;-)





Nach einem super schönen Wochenende mit top Besatzung am Start, blieb ich trotzdem noch eine Nacht. Ich dachte mir nur „Vielleicht geht diese Nacht endlich was…“ Und so war es auch- mein Tauchgang unter Tags ins Ungewisse war anscheinend genau das richtige. Am Abend schwamm nach bislang 5 erfolglosen Nächten mein erster Virgin- Schuppi in die Maschen meines Keschers. Ein unfassbar geiles Gefühl überkam mich- endlich war´s soweit…!





An dieser Stelle nochmal Vielen Dank an alle, die dieses Wochenende unvergesslich machten.


Jan Schellmann






Donnerstag, 7. Juni 2012

Hausmesse bei den Buchelt Brothers



Am 16 Juni findet bei den Buchelt Brothers in Neckartenzlingen / Deutschland die Sommerhausmesse statt.



Echt geiler Shop mit sehr kompetenter Beratung.


http://www.buchelt-brothers.de/



Samstag, 12. Mai 2012

Schön langsam erwacht der Lake wieder zu Leben!

Wie jedes Jahr dauert es an unserer Lacke wieder mal etwas länger, bis sie wieder befischt werden kann.
Das Eis zum Ende des Winters war ja jetzt wirklich kein Pemmerl und wir konnten es kaum noch erwarten bis die Wassertemperatur in den 2stelligen Plusbereich wanderte.

Aber jetzt ist es definitiv so weit, +14° worauf sollten wir noch warten.




Und ja wie ihr sehen könnt ist das Kraut auch wieder da und die kienen Fischerl schwimmen schon umher.

Der erste Fisch wurde schon, für unser Wasser schon recht früh gefangen. Dadurch lebte in jedem von uns die Illusion auch recht schnell zum Erfolg zu kommen.




Na ja aber es war dann halt doch nicht so einfach und so konnte ich dann nach meiner 6ten erfolglosen Nacht meinen ersten Fisch landen. Ein schöner Schuppi mit knappen 15kg konnte einen Schnemännchen nicht widerstethen.  ((-:


Der gleich Spot mit der gleichen Montage brachte bei der selben Session noch einen 2ten Schuppmann. Auch wieder ein junger Fisch, der knappe 12 kg auf die Waage brachte.
Herz was willst du mehr.


Ab jetzt wird natürlich wieder ordentlich gefüttert um unsere gelben Freunde bei Laune zu halten.
Ich freue mich schon wieder auf die nächste Session und werde natürlich wieder aktuelle News online stellen.

Duli

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Termin für das erste Gemeinschaftsfischen 2012

Das erste Gemeinschaftsfischen 2012 am Virgin Lake wird vom 04. - 06. Mai stattfinden.
Wir werden wie jedes Jahr für unsere Gäste den Griller anheizen und leckere Getränke wird es natürlich auch geben.
Daß es wieder eine gemütliche Runde wird, dessen bin ich mir sicher. ((-:
Wer dabei sein will kann sich schon jetzt um nähere Infos bei mir (duli@carpmaster.at) melden.
Duli

Dienstag, 1. November 2011

Wie 2 Sachsen (endlich) die Jungfrau bezwangen


Eigentlich reicht die Geschichte zu diesem Trip ein paar Monate zurück, nämlich als ich meinem Freund Torsten von den Erlebnissen am Teich Thallern berichtete und er dann, Kraft seines Berufes als Sternekoch, meiner Frau ein Angebot machte, wo sie nicht nein sagen konnte. Kochen wollte er bei uns daheim, mehrfach gleich, wenn, ja wenn mich meine Holde nochmal
nach Österreich fahren lässt. Und das natürlich mit ihm. Logisch.
Ganz nach Wunsch bekam meine Frau dann einen Gutschein über 7 x Kochen und 1 x Candlelight-Dinner. Der Gewinner des Ganzen war aber eigentlich ich, denn fortan war mir Sterneessen und ein weiterer Angeltrip in meine Zweitheimat sicher.
Ob dieses doppelten Glücks überließ ich dann Torsten, der neben seinem elitären Beruf auch noch ein schon lange Zeit erfolgreicher Karpfenfischer ist, die Gewässerwahl. Thallern hatte ich schon gebucht, nun aber ergab sich kurzfristig auch die Gelegenheit noch einmal an dieser schon legendären Jungfrau in Tulln anzusitzen. Nach kurzer Erläuterung der lokalen Gegebenheiten entschied er sich für den jungfräulichen Ansitz. Ein Anruf beim verständigen Heinz und schon war Thallern storniert.

Mich persönlich freute Torstens Entscheidung obwohl ich bei den bisherigen 3 Ansitzen mit insgesamt 10 Nächten dort ohne Fisch, ja sogar ohne Biss geblieben war. Klar war auch, dass der erste run in jedem Fall an Torsten gehen würde. So war es nach dem letzten gemeinsamen Fischen ausgemacht. Damals konnte ich an einem regionalen Stausee den einzigen Biss verwerten und einen 10kg Karpfen zum Landgang überreden. So schienen also meine Chancen auf einen Fisch wieder mehr als gering. Aber es sollte ganz anders kommen.

Die Anreise am 11. Oktober verlief nicht ganz nach Wunsch. Erst sorgte meine Vergesslichkeit (Handy, Man wird ja auch nicht jünger), dann eine hässliche Baustelle bei Hollabrunn für eine Verlängerung der geplanten Fahrzeit. So kamen wir dann erst gegen 14:00 Uhr und insgesamt 8 Stunden PKW-Aufenthalt am See an. Sonniges Wetter empfing uns und in Anbetracht der insgesamt 6 Tage, die wir hier verbringen wollten, gingen wir tiefenentspannt an das Ausladen des geliehenen Opel-Busses.

Es schloss sich eine ausgiebige Runde auf dem See an, bei der ich Torsten die lokalen (Unterwasser-)Gegebenheiten zeigte und wir die ersten Spots mit Markern belegten.
Aufgrund der zeitigen Dämmerung beließen wir es für die erste Nacht bei 2 Ruten, welche für unsere beschuppten Freunde in eher tiefen Bereichen abgelegt wurden. Die Nacht blieb ruhig, die Receiver schwiegen. Für mich ja nichts Neues an dieser Pfütze.
Am nächsten Morgen begann es zu regnen und der Himmel öffnete für die nächsten 24 Stunden alle Schleusen. Insgesamt 3 Mal galt es durch Ausschöpfen von Wasser dem Untergang unserer Boote vorzubeugen. Relativ unlustig ob des miesen Wetters entschlossen wir uns am Nachmittag trotzdem unsere Spotsuche fortzusetzen und den Karpfen weitere Montagen zum Fressen vorzusetzen. Am Abend griff Torsten dann zum 1. Mal in seine Kochtrickkiste und servierte Steaks die mir heute noch schmecken. Na und ich habe gelernt wie man sie zubereitet ohne dass sie dann als trockener Latsch sondern vielmehr schön saftig in unseren Gastrointestinaltrakt gleiten.

Donnerstag -Morgen 01:15 Uhr. Was war das ??? Mein Siren zeigte eine langsame doch aber kontinuierliche Bewegung meiner Montage an den Seerosen an. Kann doch nicht sein. Sollte uns die Jungfrau nun endlich ein Geschenk machen ??? Ein kurzer Ruf und auch Torsten war sofort zur Stelle. Gemeinsam ging es bei immer noch strömendem Regen aufs Boot und unserem potenziellen Fang entgegen. Versiert drillte Torsten den Fisch, der sich dann aber letztlich als Monsterbrasse von etwa 4kg herausstellte. Der ganze Ausflug endete mit dem plötzlichen Stillstand unseres Motors und so erreichten wir erst nach einem Stechpaddeleinsatz das (rettende) Ufer. Gut so eine riesige Brasse hatten wir noch nie gesehen, nun aber war das 2. Gewand nass und der Motor hin. Letzterer konnte auch nach 2-stündigem nächtlichem Bauen nicht wieder zum Laufen gebracht werden. Glücklicherweise hatte ich noch einen Ersatzmotor mit und so wurde dieser noch in der Nacht am Boot installiert. Man konnte ja nicht wissen.
Donnerstag -Vormittag zeigte sich für wenige Stunden die Sonne und unser Standort wandelte sich zum Wäscheplatz. Überall nasse Klamotten der vergangenen 24 Stunden, die es zu trocknen galt. Zumindest teilweise ist uns das dann auch gelungen ehe der Wärme-spendene Zentralstern unseres Planetensystems schließlich gegen 14:00 Uhr hinter den Baumwipfeln verschwand.
Alle Ruten neu bestückt und schon war es Abend, der mit einem Sterne-Gullasch versüsst wurde. Lange haben wir an diesem Abend noch gequatscht und das bisher erlebte Revue passieren lassen. Klirrende Kälte deutete fortan den ersten Frost in diesem Jahr an. Er sollte uns in den weiteren Nächten begleiten.

Erst 05:15 Uhr am Freitag-Früh hörte ich das Geräusch von Torstens ATTX und verließ in Überschallgeschwindigkeit mein Zelt. Wie sich herausstellte hatte Torsten bis dato schon wieder eine Riesen-Brasse erbeutet, einen weiteren Biss aber nicht verwerten können. Sein Rufen hatte wohl in beiden Fällen nicht mein Zentrum für Tiefschlaf deaktiviert. Nun aber war ich dran und rasch bestieg ich das Schlauchboot. Im dichten Nebel steuerte ich die ca. 150 Meter bis zu dem Spot wo der Fisch sich den Köder eingesaugt hatte. Nach kurzem Druck auf die Rute kam mir der Fisch schon entgegen und mich befiel bereits wieder der Gedanke an eine dieser Groß-Brachsen. Nur kurz aber zeigte sich der Fisch um dann gegen den Widerstand der straff eingestellten Bremse wieder den Grund des Sees anzusteuern. Klar das konnte nur einer der lang ersehnten Karpfen sein. Fortan begann ein heißes Tänzchen. Der wiederholte Druck wurde jedes Mal mit ein paar Metern Schnur von der Rolle beantwortet. Nach geschätzten 30 Minuten ergab sich mein Gegner und wurde in die Tiefen des Keschers versenkt. Ein kurzer Blick mit angeschalteter Kopflampe verriet einen Spiegler, den ich auf Grund seiner Ausmaße auf zwischen 16 und 18kg schätzte. Torsten wartete geduldig am See und gab mir durch seine Kopflampe im Nebel sicheren Geleit zur Anlegestelle. In der geschilderten Gewichtsklasse stellte ich Torsten auf sein Nachfragen dann auch unsere Errungenschaft vor. Aber bereits nach dem Abhaken und Anheben des Keschers musste ich meine Angaben deutlich nach oben korrigieren. Boahhhh ist das eine Masse. Wir brachten den Fisch zum Wiegeplatz und positionierten ihn sicher in der Großraumwiegeschlinge von Chub, deren Gewicht wir bereits im Vorfeld an der Waage korrigiert hatten. Ein freihändiges Wiegen war nicht möglich. Deshalb wurde die Reuben Heaton an eine stabile Sturmstange gehängt ehe dann der Zeiger schließlich bei genau 24kg stehen blieb. Ein Wahnsinnsfisch, der meinem bisherigen PB recht nahe kam.
Bei frostigen Temperaturen verzichteten wir zum Schutz des Fisches auf die sofortige Fotosession. Vielmehr wurde er mit samt der großen Wiegeschlinge vorübergehend in sein nasses Element entlassen.
Torsten wollte nun seinen Nachtschlaf komplettieren. Bei mir dagegen war an Schlaf nicht mehr zu denken. Dafür war der Adrenalinspiegel viel zu hoch. Jawoll „Ich hatte mit der Jungfrau nun endlich meinen Frieden gemacht“. Und das sendete ich vielfach per SMS an den nahezu gesamten Freundeskreis. Es dauerte dann auch nicht lange bis auf gleichem Wege die ersten Glückwünsche eintrudelten.
Vormittags erfolgte dann bei Temperaturen deutlich im Plus eine ausgiebige Video- und Fotosession. Gerade einmal 10 Sekunden nach dem ersten Wasserkontakt dauerte es bis sich mein beschuppter Freund anschließend wieder durch das Kraut in seine Unterwasserheimat verabschiedete.

Fortan hieß es „Projekt Schuppenkarpfen“ denn genau diesen wollte Torsten gern fangen. Klar war dass er nun „Herr aller Ruten“ war, denn ein solcher Fang hätte unsere Session dann gänzlich abgerundet.
Gegen Mittag bestückten wir unsere Montagen mit frischem Material und am Nachmittag besuchte uns mein Freund Robert Roula auf einen gemütlichen Plausch. Mit ihm hatte ich im Mai „parolympics“ gelandet, einen ob seiner markanten Schwanzflosse berühmten Spiegler, der zum Fangzeitpunkt 24,9kg auf die Waage gebracht hatte.
In die nächste Nacht gingen wir ob der vergangenen Ereignisse recht optimistisch, jedoch blieben alle Bissanzeiger stumm. Wie sagte doch der Hardy, ein Jahreskartenfischer: „In diesem See sind wohl die launischten Karpfen Mitteleuropas“. Und tatsächlich. Die Köder und Montagen gleich, die Spots dieselben, gleiches Wetter, vielleicht nur noch 1 bis 2 Grad kälter und nun nix. Wer kann das verstehen ???

Samstag-Vormittag, windstill und strahlender Sonnenschein. Ideale Bedingungen um die kleinen freien Stellen auf 2 Plateaus zu orten und hier Montagen zu positionieren. Gerade einer dieser beiden Spots hatte aus Erkundigungen heraus immer wieder mal einen guten Fisch gebracht. Somit also sollten die Voraussetzungen für einen weiteren Erfolg nochmals besser sein. So fand auch Bernhard der wie schon bei meinem Thallern-Trip auch jetzt wieder auf einen Besuch vorbeigekommen war. Uns verbinden gemeinsame steirische Sternstunden, die wir am Jösser-See 2 und am FZZ erlebt hatten.
Schließlich waren dann zum potenziell letzten Mal auch alle anderen Ruten frisch bestückt und abgelegt.

Pünktlich zum abendlichen Gänsekeulen essen (ja richtig gelesen G Ä N S E K E U L E N) gesellte sich Dulli zu uns. Künftige fischereiliche Projekte wurden hier bereits grob geplant und so stand der Mond schon eine ganze Zeit am Himmel ehe er sich wieder auf die Heimreise machte.
21:10 Uhr…..Piep…piep…piep und es schoss mir durch den Kopf: „Projekt Schuppenkarpfen“ yesssss. Es war wieder die Seerosenrute. Torsten ergriff wie geplant die Initiative, doch zeigte sich nach Aufnahme der Rute kein wirklicher Widerstand. Scheis…….e. Der Fisch war ausgestiegen. Nur ein Bündel Kraut näherte sich beim Einrollen der Schnur. Gibt es doch nicht.
Letztlich blieb und bleibt natürlich unklar was sich da für ein Seebewohner auf die Reise gemacht hatte. Aber egal. Vorbei.
Es sollte die letzte Aktion bei diesem Trip gewesen sein. Torsten nahm es sportlich, vor allem aber sah er die vielen positiven Seiten unserer Session. Ein wunderschönes Gewässer, absolute Ruhe, ein Komfort mit Fischerhütte, den man als Karpfenfischer wohl so nur selten findet. Und der Dulli hatte ja schon den Plan von einem gemeinsamen Fischen angedeutet. Und Torsten wird dann sicher dabei sein. Na und wenn es zeitlich passt ich sicher auch.

Ralf