Samstag, 12. Mai 2012
Donnerstag, 1. Dezember 2011
Termin für das erste Gemeinschaftsfischen 2012
Dienstag, 1. November 2011
Eigentlich reicht die Geschichte zu diesem Trip ein paar Monate zurück, nämlich als ich meinem Freund Torsten von den Erlebnissen am Teich Thallern berichtete und er dann, Kraft seines Berufes als Sternekoch, meiner Frau ein Angebot machte, wo sie nicht nein sagen konnte. Kochen wollte er bei uns daheim, mehrfach gleich, wenn, ja wenn mich meine Holde nochmal
Ob dieses doppelten Glücks überließ ich dann Torsten, der neben seinem elitären Beruf auch noch ein schon lange Zeit erfolgreicher Karpfenfischer ist, die Gewässerwahl. Thallern hatte ich schon gebucht, nun aber ergab sich kurzfristig auch die Gelegenheit noch einmal an dieser schon legendären Jungfrau in Tulln anzusitzen. Nach kurzer Erläuterung der lokalen Gegebenheiten entschied er sich für den jungfräulichen Ansitz. Ein Anruf beim verständigen Heinz und schon war Thallern storniert.
Mich persönlich freute Torstens Entscheidung obwohl ich bei den bisherigen 3 Ansitzen mit insgesamt 10 Nächten dort ohne Fisch, ja sogar ohne Biss geblieben war. Klar war auch, dass der erste run in jedem Fall an Torsten gehen würde. So war es nach dem letzten gemeinsamen Fischen ausgemacht. Damals konnte ich an einem regionalen Stausee den einzigen Biss verwerten und einen 10kg Karpfen zum Landgang überreden. So schienen also meine Chancen auf einen Fisch wieder mehr als gering. Aber es sollte ganz anders kommen.
Die Anreise am 11. Oktober verlief nicht ganz nach Wunsch. Erst sorgte meine Vergesslichkeit (Handy, Man wird ja auch nicht jünger), dann eine hässliche Baustelle bei Hollabrunn für eine Verlängerung der geplanten Fahrzeit. So kamen wir dann erst gegen 14:00 Uhr und insgesamt 8 Stunden PKW-Aufenthalt am See an. Sonniges Wetter empfing uns und in Anbetracht der insgesamt 6 Tage, die wir hier verbringen wollten, gingen wir tiefenentspannt an das Ausladen des geliehenen Opel-Busses.
Es schloss sich eine ausgiebige Runde auf dem See an, bei der ich Torsten die lokalen (Unterwasser-)Gegebenheiten zeigte und wir die ersten Spots mit Markern belegten.
Aufgrund der zeitigen Dämmerung beließen wir es für die erste Nacht bei 2 Ruten, welche für unsere beschuppten Freunde in eher tiefen Bereichen abgelegt wurden. Die Nacht blieb ruhig, die Receiver schwiegen. Für mich ja nichts Neues an dieser Pfütze.
Am nächsten Morgen begann es zu regnen und der Himmel öffnete für die nächsten 24 Stunden alle Schleusen. Insgesamt 3 Mal galt es durch Ausschöpfen von Wasser dem Untergang unserer Boote vorzubeugen. Relativ unlustig ob des miesen Wetters entschlossen wir uns am Nachmittag trotzdem unsere Spotsuche fortzusetzen und den Karpfen weitere Montagen zum Fressen vorzusetzen. Am Abend griff Torsten dann zum 1. Mal in seine Kochtrickkiste und servierte Steaks die mir heute noch schmecken. Na und ich habe gelernt wie man sie zubereitet ohne dass sie dann als trockener Latsch sondern vielmehr schön saftig in unseren Gastrointestinaltrakt gleiten.
Donnerstag -Morgen 01:15 Uhr. Was war das ??? Mein Siren zeigte eine langsame doch aber kontinuierliche Bewegung meiner Montage an den Seerosen an. Kann doch nicht sein. Sollte uns die Jungfrau nun endlich ein Geschenk machen ??? Ein kurzer Ruf und auch Torsten war sofort zur Stelle. Gemeinsam ging es bei immer noch strömendem Regen aufs Boot und unserem potenziellen Fang entgegen. Versiert drillte Torsten den Fisch, der sich dann aber letztlich als Monsterbrasse von etwa 4kg herausstellte. Der ganze Ausflug endete mit dem plötzlichen Stillstand unseres Motors und so erreichten wir erst nach einem Stechpaddeleinsatz das (rettende) Ufer. Gut so eine riesige Brasse hatten wir noch nie gesehen, nun aber war das 2. Gewand nass und der Motor hin. Letzterer konnte auch nach 2-stündigem nächtlichem Bauen nicht wieder zum Laufen gebracht werden. Glücklicherweise hatte ich noch einen Ersatzmotor mit und so wurde dieser noch in der Nacht am Boot installiert. Man konnte ja nicht wissen.
Donnerstag -Vormittag zeigte sich für wenige Stunden die Sonne und unser Standort wandelte sich zum Wäscheplatz. Überall nasse Klamotten der vergangenen 24 Stunden, die es zu trocknen galt. Zumindest teilweise ist uns das dann auch gelungen ehe der Wärme-spendene Zentralstern unseres Planetensystems schließlich gegen 14:00 Uhr hinter den Baumwipfeln verschwand.
Alle Ruten neu bestückt und schon war es Abend, der mit einem Sterne-Gullasch versüsst wurde. Lange haben wir an diesem Abend noch gequatscht und das bisher erlebte Revue passieren lassen. Klirrende Kälte deutete fortan den ersten Frost in diesem Jahr an. Er sollte uns in den weiteren Nächten begleiten.
Erst 05:15 Uhr am Freitag-Früh hörte ich das Geräusch von Torstens ATTX und verließ in Überschallgeschwindigkeit mein Zelt. Wie sich herausstellte hatte Torsten bis dato schon wieder eine Riesen-Brasse erbeutet, einen weiteren Biss aber nicht verwerten können. Sein Rufen hatte wohl in beiden Fällen nicht mein Zentrum für Tiefschlaf deaktiviert. Nun aber war ich dran und rasch bestieg ich das Schlauchboot. Im dichten Nebel steuerte ich die ca. 150 Meter bis zu dem Spot wo der Fisch sich den Köder eingesaugt hatte. Nach kurzem Druck auf die Rute kam mir der Fisch schon entgegen und mich befiel bereits wieder der Gedanke an eine dieser Groß-Brachsen. Nur kurz aber zeigte sich der Fisch um dann gegen den Widerstand der straff eingestellten Bremse wieder den Grund des Sees anzusteuern. Klar das konnte nur einer der lang ersehnten Karpfen sein. Fortan begann ein heißes Tänzchen. Der wiederholte Druck wurde jedes Mal mit ein paar Metern Schnur von der Rolle beantwortet. Nach geschätzten 30 Minuten ergab sich mein Gegner und wurde in die Tiefen des Keschers versenkt. Ein kurzer Blick mit angeschalteter Kopflampe verriet einen Spiegler, den ich auf Grund seiner Ausmaße auf zwischen 16 und 18kg schätzte. Torsten wartete geduldig am See und gab mir durch seine Kopflampe im Nebel sicheren Geleit zur Anlegestelle. In der geschilderten Gewichtsklasse stellte ich Torsten auf sein Nachfragen dann auch unsere Errungenschaft vor. Aber bereits nach dem Abhaken und Anheben des Keschers musste ich meine Angaben deutlich nach oben korrigieren. Boahhhh ist das eine Masse. Wir brachten den Fisch zum Wiegeplatz und positionierten ihn sicher in der Großraumwiegeschlinge von Chub, deren Gewicht wir bereits im Vorfeld an der Waage korrigiert hatten. Ein freihändiges Wiegen war nicht möglich. Deshalb wurde die Reuben Heaton an eine stabile Sturmstange gehängt ehe dann der Zeiger schließlich bei genau 24kg stehen blieb. Ein Wahnsinnsfisch, der meinem bisherigen PB recht nahe kam.
Bei frostigen Temperaturen verzichteten wir zum Schutz des Fisches auf die sofortige Fotosession. Vielmehr wurde er mit samt der großen Wiegeschlinge vorübergehend in sein nasses Element entlassen.
Torsten wollte nun seinen Nachtschlaf komplettieren. Bei mir dagegen war an Schlaf nicht mehr zu denken. Dafür war der Adrenalinspiegel viel zu hoch. Jawoll „Ich hatte mit der Jungfrau nun endlich meinen Frieden gemacht“. Und das sendete ich vielfach per SMS an den nahezu gesamten Freundeskreis. Es dauerte dann auch nicht lange bis auf gleichem Wege die ersten Glückwünsche eintrudelten.
Vormittags erfolgte dann bei Temperaturen deutlich im Plus eine ausgiebige Video- und Fotosession. Gerade einmal 10 Sekunden nach dem ersten Wasserkontakt dauerte es bis sich mein beschuppter Freund anschließend wieder durch das Kraut in seine Unterwasserheimat verabschiedete.
Fortan hieß es „Projekt Schuppenkarpfen“ denn genau diesen wollte Torsten gern fangen. Klar war dass er nun „Herr aller Ruten“ war, denn ein solcher Fang hätte unsere Session dann gänzlich abgerundet.
Gegen Mittag bestückten wir unsere Montagen mit frischem Material und am Nachmittag besuchte uns mein Freund Robert Roula auf einen gemütlichen Plausch. Mit ihm hatte ich im Mai „parolympics“ gelandet, einen ob seiner markanten Schwanzflosse berühmten Spiegler, der zum Fangzeitpunkt 24,9kg auf die Waage gebracht hatte.
In die nächste Nacht gingen wir ob der vergangenen Ereignisse recht optimistisch, jedoch blieben alle Bissanzeiger stumm. Wie sagte doch der Hardy, ein Jahreskartenfischer: „In diesem See sind wohl die launischten Karpfen Mitteleuropas“. Und tatsächlich. Die Köder und Montagen gleich, die Spots dieselben, gleiches Wetter, vielleicht nur noch 1 bis 2 Grad kälter und nun nix. Wer kann das verstehen ???
Samstag-Vormittag, windstill und strahlender Sonnenschein. Ideale Bedingungen um die kleinen freien Stellen auf 2 Plateaus zu orten und hier Montagen zu positionieren. Gerade einer dieser beiden Spots hatte aus Erkundigungen heraus immer wieder mal einen guten Fisch gebracht. Somit also sollten die Voraussetzungen für einen weiteren Erfolg nochmals besser sein. So fand auch Bernhard der wie schon bei meinem Thallern-Trip auch jetzt wieder auf einen Besuch vorbeigekommen war. Uns verbinden gemeinsame steirische Sternstunden, die wir am Jösser-See 2 und am FZZ erlebt hatten.
Schließlich waren dann zum potenziell letzten Mal auch alle anderen Ruten frisch bestückt und abgelegt.
Pünktlich zum abendlichen Gänsekeulen essen (ja richtig gelesen G Ä N S E K E U L E N) gesellte sich Dulli zu uns. Künftige fischereiliche Projekte wurden hier bereits grob geplant und so stand der Mond schon eine ganze Zeit am Himmel ehe er sich wieder auf die Heimreise machte.
21:10 Uhr…..Piep…piep…piep und es schoss mir durch den Kopf: „Projekt Schuppenkarpfen“ yesssss. Es war wieder die Seerosenrute. Torsten ergriff wie geplant die Initiative, doch zeigte sich nach Aufnahme der Rute kein wirklicher Widerstand. Scheis…….e. Der Fisch war ausgestiegen. Nur ein Bündel Kraut näherte sich beim Einrollen der Schnur. Gibt es doch nicht.
Letztlich blieb und bleibt natürlich unklar was sich da für ein Seebewohner auf die Reise gemacht hatte. Aber egal. Vorbei.
Es sollte die letzte Aktion bei diesem Trip gewesen sein. Torsten nahm es sportlich, vor allem aber sah er die vielen positiven Seiten unserer Session. Ein wunderschönes Gewässer, absolute Ruhe, ein Komfort mit Fischerhütte, den man als Karpfenfischer wohl so nur selten findet. Und der Dulli hatte ja schon den Plan von einem gemeinsamen Fischen angedeutet. Und Torsten wird dann sicher dabei sein. Na und wenn es zeitlich passt ich sicher auch.
Ralf
Freitag, 30. September 2011
VirginLake 2012
Samstag, 27. August 2011
Tanz der Teufel!


Wo wir schon bei den alten Dämonen im Rücken sind. In wenigen Wochen erreiche ich unter normalen Umständen mein 40tes Lebensjahr ( nana, Geburtstag ist es erst der 39te, bevor noch irgendwelche Urologensprüche kommen ), seit dem erstmaligen Sehen des Horror-Klassikers fast 30 Jahre vergangen und nach wie vor bin ich der Meinung, daß dies einer der atmosphärischten Gänsehaut-Filme aller Zeiten ist, auch wenn die damalige FX-Kunst mit heutigem CG-Zauber natürlich nicht mehr mithalten kann. Aber damals ... ja damals, bist du gelähmt. Heute hab´ ich andere Dämonen. Die Tullner Lacke des weissen Massai ist so einer. Liebevoll und fast lieblich wird er mit dem zartrosa Namen Virgin-Lake tituliert, doch jeder der das vermeintlich süsse Wasser kennt oder es sogar schon befischt hat, weiß Eines: So lieb is des ned. Zumindest nicht zu jedem oder ständig. Der Vergleich mit einer schönen, jungen, unbefleckten Jungfrau scheint mir weit hergeholt. In Wirklichkeit ist es eine alte, bissige, bösartige, krautige und haarige Zigeunerschlampe, die alles tut, um dich alt aussehen zu lassen. OK. Ich schau´s mir wieder einmal an. Die bisherige 2011er Saison war alles andere als erfolgslos zu werten, ich war mit meinem Selbstvertrauen wieder in ungeahnte Höhen vorgestoßen und wahrlich mental soweit, wieder mal einen Versuch an der alten Nutte zu wagen. Wer weiß. Der Hörstman war beim Vortragen meiner Idee gleich Feuer und Flamme und wenige Tage später knotzten wir schon an den gefürchteten Ufern und bereiteten uns auf die Schlacht vor

...6 Ruten. Wir sind ahnungslos. Run to Run - Fischen logischerweise. Der weisse Massai, Drachenteam-Kamerad und Virgin-Zuhälter war so nett, uns einen Tag vor unserer Anreise ein paar Spots anzufüttern, wir diese aber nicht nutzen wollten, da er selbst die erste Nacht mit uns verbringen würde und er schon selbst auf seinen Plätzen abheben sollte. Nebenbei wußten wir sowieso nur ungefähr wo diese Stellen waren. So haben wir des Sludge Kanonenboot aufgeblasen und sind mal in aller Ruhe den Teich abgerudert, es wurde gelotet, mit dem Aquascope in die trübe Suppe gestiert und schlussendlich wurden 6 Spots auserkoren, an denen wir unser Glück versuchen wollten. Gefüttert wurden alle Plätze gleich. Ein paar verschiedene fischige Murmeln, kleinen Stinker-Pellets und eine Partikelmischung aus Mais und Tigernüssen. Überall nur ein, zwei Handvoll, um die Fische ja nicht zu übersättigen. Natürliche Nahrung war ohnehin zum Grausen vorhanden, sodaß die Rüsselburschen keineswegs auf unsere Happen angewiesen waren. Man musste die nur dazu bewegen, irgendwie ihre faulen Leiber in Bewegung zu bringen und den traumhaft riechenden Leckerbissen anzusteuern zu müssen. Zumindest war das unsere Theorie. Irgendeine braucht man ja schließlich, um sein Tun vor sich selbst zu rechtfertigen. Dann ging es ans Ausbringen unserer Montagen, was zu zweit natürlich bei weitem flinker von der Hand geht, als alleine. Selbst wenn man alles rudert, wie in unserem Falle. So ein Motor ist zwar eine kommote Sache, allerdings bin ich nach wie vor der Meinung, daß das aussen hörbare sehr leise E-Motorengeräusch, unter Wasser eine verheerende Scheuchwirkung besitzt, was mir die Fische möglicherweise dann stundenlang vom Platz verkrault.
Kann natürlich wieder der absolute Schwachsinn sein, aber man weiß es nicht so genau
...Am späten Nachmittag trudelte nun auch schon der Herr Hannes ein, versenkte schneller als das Licht seine Montagen an den vermeintlich fängigen Stellen und alle machten sich langsam aber sicher für die Nacht bereit. Die Hirnlampe hergerichtet, die Wathose in kampfbereite Nachtform gebracht und warten auf Godot. 9 scharfe Fallen lagen da jetzt zwischen meterhohem Kraut und dunkelgrünen Tiefen. Die Sonne war längst hinter den Baumwipfeln verschwunden, im dunstigen Wald knackten die ersten Äste und als so im Dämmerlicht mein Blick die Teichhütte streift, fällt es mir wie Schuppen von den Augen. EVIL DEAD. Bist du deppat. Die Hütte schaut fast genau so aus. Org. Doch während ich noch darüber nachdenke, wie ich den Dämonen aus der Zwischenwelt den Garaus machen werde, passiert tatsächlich das Unfassbare. Die erste Mühle läuft ab. Der Stock des Hörstman zittert im Pod und die Leine fegt von der Rolle. PIEEEEEEEEEEEP! DRUCKAAAAAAA! Jetzt geht alles pfeilschnell. Der Horst hebt ab, der Stock ist krumm und bereits nach wenigen Sekunden ist es kristallklar, wie ein Bergsee im Montafon. Der steckt. Im Kraut. Logisch. War nicht anders zu erwarten. Im Angesicht der drohenenden Dschungel-Schlacht entere ich meine Gummi-Galeere, lasse den Hörstman einsteigen und wir steuern auf die offene See. OK. Ganz so groß ist die Lacke jetzt auch nicht. Am Weg zum vermeintlich Schatz haben wir mehrmals die Sorge, ob da überhaupt noch einer draufhängt, da wirklich nicht zu sagen ist, ob dies jetzt nur mehr einen Krauthänger darstellt oder der Koloss einfach nur ruhig im Dickicht steht. Endlich führt die Schnur senkrecht von der Rutenspitze ins Wasser. Wir sehen nichts, ausser daß die Leine irgendwo im dichten Grün verschwindet. Nichts hilft. Kein Druck mit dem Stock, kein Nachlassen der Spannung. Riene va plus. Zum Scheissen. Jetzt hilft nur mehr eins. Ich fasse in die Schnur und versuche mit dem Arm das Paket da unten ein wenig zu liften. Und siehe da, das scheint zu funktionieren. Zentimeterweise gewinne ich, als mir plötzlich die Monofile aus der Hand gerissen wird. Die Höllenspannung ist wieder da. JAAAAA, der ist noch dran. Und schon schiesst der Tapirfisch aus dem Krautfeld, um vom Hörstman problemlos ausgedrillt zu werden. Ohne weiteren Schwierigkeiten können wir den Schuppigen einnetzen, um ihn an Land zu einem kurzen Shooting zu bitten. JAWOI. Jungfrauenfisch Nr. 1!
Muahhahaahah - und das am ersten Tag. Wir scheissen beim Schlafen und werden nicht schmutzig
...Ihr könnt euch kaum vorstellen, wie ultramotiviert und präpotent wir plötzlich waren. Haben gelacht, gescherzt, den weissen Massai geschält, wie wenns kein Morgen gebe. Von einer Sekunde auf die andere wieder. Wir sans. Wir homms erfunden. Kommen aufs sogenannte Hardcore-Water und pecken am ersten Tag das erste Rüsseltier aus dem Wasser. Bloss so. Die leichteste Übung. Wie wenns nichts Einfacheres geben würde. Die Buschrotzn aus dem Osten Österreichs. Muahahah. Super war das. Und die überaus fängigere Nacht kam ja erst noch. uuuuhhhhh. Hoffentlich war da ja nirgends so ein seltsames Tonbandgerät versteckt, aus dem eigenartige Necronomicon-Formeln krächzten, wenn man es einschalten würde. Aber so dumm wäre ja ohnhin niemand. Hoffentlich. Oder? Horstl?
Wider Erwarten haben mich in der Nacht keine lebenden Bäume, Dämonen aus der Zwischenwelt oder Horden von Wildschweinen heimgesucht, doch auch kein akustischer Dauerton aus etwaigen Empfängerboxen trübte meinen Schlaf. Verdammt. Auch beim Hannes hatte sich nichts gerührt. Doch die Chance für mich stand noch immer sehr gut, da der Hörstman und ich ja noch bis morgen da waren und ich dank unserer Run to Run-Regel ja jetzt 6 scharfe Stöcke auf Grund hatte. Das war mental schon was wert. Doch was nützt dir der ganze zwischenmenschliche FairPlay-Zauber, wenns das gestern gewesen war? An der Jungfrau sind mehrere Blank-Sessions an der Tagesordnung und wir waren gestern schon beschenkt worden. Hatten also ohnehin schon mehr Glück als der Großteil der restlichen Gastfischer, die dort hin und wieder ihr Glück versuchen. Aus jetzt. Nicht drüber nachdenken. Ich habe noch 24 Stunden...
Tjo. Den Tag haben wir wieder mal damit verbracht, ein paar neue Spots zu suchen, über Sinnlosigkeiten und Mysterien unserer Umwelt zu diskutieren, auf der Suche nach Insekten am Boden rumzukriechen und verfaulte Stämme umzudrehen oder einfach nur da zu sitzen und auf den erlösenden Biss zu warten. That´s it. Doch nichts passierte und schleichend aber stetig machte sich in mir ein Gefühl des Zweifelns breit. War es das wirklich? Nein. Bitte. Ich hätte doch auch so gern Einen. Nur Einen. Muss kein Bär sein. Ein liebes, feines Rüssleschweinchen aus der vermaledeiten Virgin-Schlampe ... das wär schon was.
Bisslosest brach der Abend herein und wir saßen noch lange draussen, sprachen über Gott und die Welt, beobachteten unbekannte Flugobjekte und philosphierten über Wurmlöcher und Raumfaltung. Bis es dann schließlich wirklich so weit war und wir uns in unserer Behausungen rollten. Das wirds gewesen sein. Scheisse. Ich wollte es nicht wahrhaben. Verdammte Tanz der Teufel-Hütte. Mit der dunklen, hölzernen Pest im Rücken konnte man sich doch gar nicht richtig entspannen. Ich weiß nicht wie, aber ich habe es dann doch geschafft, das offene Tor zur Hölle in meiner unmittelbaren Umgebung ausser Acht zu lassen und ins Land der Träume überzutreten.
Möge die dunkle Macht mit mir sein...
Gefühlte 5 Minuten später, obwohl in der Realzeit bereits 3 Stunden vergangen waren, reisst mich der Dauerton einer Empfängerbox aus der epischen Schlacht gegen die Dämonen. Vollrun. Schon schießen der Hörstman und ich aus unseren Burgen. Es ist 3 Uhr morgens. Ein leichter Nebelfilm bedeckt die Waseroberfläche, Grillen zirpen und der geliebte Sound aus den Bissanzeigern verstummt ansatzlos, als ich den "laufenden" Stock aus der Halterung ziehe. YES! Der hängt. Es ist die Rute ganz rechts aussen am Uferrand. Ungefähr dort, wo der weisse Massai eine Nacht vorher abgeblankt hatte. Chod Rig. Popper/Tiger-Kombi. Noch eine kurze Flucht und schon kann der Hörstman in die Galeere springen und mich zum Fisch rudern. Wieder steckt das Untier im Kraut. Ich muss sagen, daß ich schon oft wirklich geile Stimmungen am Wasser erlebt habe, aber was diese Situation betraf, wurde noch einer draufgesetzt. Zu zweit in dem 2,55er Fjord, die Nebelsuppe am Wasser, das Licht einer sternenklaren Nacht, die Rute krumm und lediglich das Klatschen der Ruder untermalt die trügerische Stille. Ultimativ. Wir sind mittendrin und genießen diese Herrlichkeit des Augenblicks. Schon sind wir vor Ort und das Spiel beginnt von Neuem. Der Hörstman zieht so lange langsam an der Leine, bis sich unten wieder was rührt. Abermals klappt diese Taktik. Das Schwein schwimmt sich frei und die Karussellfahrt nimmt ihren Lauf. Der scheinbar äußerst kräftige Saugdepp dreht uns im Kreis wie er will. Einmal nach rechts. Einmal nach links. Und du sitzt in dieser scheiss Scholle und kannst nichts dagegen machen. Hoffen, bangen, drillen. Es vergehen knappe 25 Minuten, bis sich endlich im Licht unserer Stirnlampen die Keschermaschen um eine gewaltige Schuppensau schließen. YES! Abklatschen am Wasser. Was für ein Buckel. Vermutlich um die 15kg. Muahahhaahah. Jawohl. Wir entschließen uns den Fisch einzusacken, um ihn früh morgens bei Tageslicht halbwegs vernünftig ablichten zu können. Die weitere Nacht verlief wieder ruhig, was mich aber nun nicht mehr sonderlich störte. Jeder hatte seinen Fisch gefangen, wir hatten die Jungfrau bezwungen und konnten somit beide äußerst befriedigt die Heimreise antreten. Erst beim Herausheben des nassen Sackes in der Früh wird mir erst richtig klar, was da jetzt in der Nacht eingefahren ist. Irgendwie war das Ganze schon wieder meilenweit entfernt, obwohl vielleicht grade mal 4,5 Stunden vergangen waren. Jaja, immer dieses Zeitgefühl. Ich öffne die Kordeln des triefenden Stoffes und was da plötzlich auf der Matte liegt, verschlägt mir die Sprache. Groß, stämmig, makellos, goldig. Monsterkategorie; keine Frage. 20400 Grämmer. Ja bist du denn deppat. Schön muss man nicht sein



... Die Fotosession im Wasser war natürlich wieder mal die absolute Show, da Kollege Schuppentier nach 3,5 Stunden Ruhephase erneut im Besitz all seiner Kräfte war, die er in der Nacht im Kampf verbraucht hatte. Nichts desto Trotz haben wir es dennoch geschafft, ein paar halbwegs gute Fotos zu schiessen, bevor das Monsterschwein wieder in seine dichte Krautheimat entschwunden war. Jawohl. Die Sonne lachte vom Himmel, die Sau auf dem Speichermedium der Kamera und keine Besucher aus der Hölle. Nein, ich fand es diesmal gar nicht soo unangenehm, das Boot und den restlichen Krempel wieder zusammenzupacken und die Heimreise anzutreten. War eine wirklich geile Session, die ich so schnell nicht mehr vergessen werde. Das sind Sternstunden des ultimativen Lucks. Dessen muss man sich immer bewusst sein. Mein ganz besonderer Dank geht diesmal an den Hörstman, der einen perfekten Kanonenboots-Partner darstellte und mit dem ich jederzeit, selbst in den Sickergruben von Tschernobyl fischen würde. Diesmal war ich das Glücksschwein und der 2te an der Reihe, was den größeren Fisch brachte. Afoch deppates Glick ;) THX Amigo! Dann logischerweise ein Danke an meinen Dad, für die seinerzeit zahlreichen Besuche in der Videothek ;) Danke an den Sam Raimi für dieses Meisterwerk des Horror-Genre. Natürlich auch noch ein fettes Danke an den weissen Massai und den Duli von der Vördschin-Gäng, die uns den Ansitz erst möglich gemacht haben. Wir kommen gerne wieder - jetzt erst recht ;)
tight lines
Sludge
Montag, 15. August 2011
Jahreslizenz am Virgin Lake zu vergeben!
Samstag, 19. Februar 2011
Virgin LakeSonntag 05.30 Uhr der Wecker läutet das Auto ist voll bis zum Dach angeräumt und die 13ft Century NG in vierfacher Ausfertigung ist natürlich mit im Gepäck. Weiters habe ich die frisch angelieferten GREEN Bugs mit weil diese sollen ja sehr fängig sein.
Ich habe einfach an alles gedacht, die Rollen neu aufgespult, neue Schlagschnur, neues Endgame auf jeder Rute montiert. Die Delkims mit neuen Batterien ausgestattet. Das Rod Pod glänzte zu Hause im Keller wie frisch lackiert.
Das Zelt frisch imprägniert und die neue Liege mit "wow" wird das ein Vergnügen sein auf der neuen Liege.
Fast so wie in einem großen Runden Bett (-:
Aufgewacht um 09:30 wusste ich das ich nur kurz nochmals eingeschlafen bin und es in den letzten Tagen durchgehend - 5 Grad hatte und mein See sicherlich 30cm dickes Eis hatte.
Aber nichts desto trotz wollte ich eine Runde machen und mir die Sachlage genau ansehen ....

Wird wohl noch ein paar warme Tage brauchen bis ich die Ruten auslegen kann.
With respect for nature
Hannes
Samstag, 4. September 2010
Es ist das Naturnahrungsaufkommen in diesem Gewässer, was einem Fischer hier
schon einiges an Überlegung kostet um einen Fisch zu fangen.Jeder Krauthalm hier ist mit hunderten von Dreikantmuscheln bestückt.
Das heißt der Karpfen fühlt sich hier wie im Selbstbedienungladen, er braucht sich nur vor die Krautfelder stellen und die Muscheln runter pflücken.
Die richtige Futtertaktik und vor allem auch das richtige Futter spielt hier, meiner Meinung nach, eine große Rolle.
Auf unser eingebrachtes Futter ist der Karpfen in diesem Gewässer sicher nicht angewiesen.
Wir können ihm nur einen Nachtisch servieren, dem er nicht wiederstehen kann.
Ich bevorzuge an diesem Gewässer kleine Boilies. Meine Wahl war Dragonblood in 14mm. Die Boilies hatte ich, am Gewässer angekommen, in einem Kübel mit einem Amino Stim gesoakt.
Unser Köder muss eine besondere Lockwirkung auf den Karpfen haben. Das sind meine Gedanken und ich glaube ich liege nicht schlecht damit.
Weiters versuchte ich meine Montagen so natürlich wie nur möglich aussehen zu lassen. Ich habe für diese Schottergrube eigene Krautbleie, welche sich der Umgebung sehr gut anpassen
Dieses Jahr wurde hier noch kein einziger Fisch gefangen und genau das war der Grund, warum ich unbedingt eine Nacht in aller Ruhe unter der Woche an diesem Gewässer verbringen wollte.
Den erlösenden Biss bekamm ich in den Morgenstunden auf zwei 14mm Dragonblood Boilies, welche ich im Ufernahen Bereich direkt an die Schilfkante abgelegt hatte.
Ich hatte beim Suchen meiner Plätze genau an dieser Stelle vermehrte Frasslöcher gefunden und hoffte auf einen erneuten Besuch der Karpfen.
Gefangen wurde dieser wunderbare Schuppi auf zwei 14mm Dragonblood Boilies.
with respect for nature
Hannes
Mittwoch, 1. September 2010
So Leute nun zu meinem Bericht:
Ich kam um 2 Uhr am Teich an und braute mein Tackle in Ruhe auf.
Auf Grund des Hochwassers musste ich das Pod ins Wasser stellen (auf das komme ich später noch zurück)
Nun stand alles und die Ruten waren auch schonhergerichtet und beködert.
Wenige Augenblicke später kam mein Angelpartner Daniel und wir drehten eine Runde mit dem Boot und suchten Spots.
Eine Rute legte ich auf der Seite gegenüber ab. Dieser Spot war deswegen sehr interressant weil, er steil abfiel und in ca. 2 Metern Tiefe gerade war. Es waren auf dem geraden grund ca. 2 Meter Krautfrei und nach diesen 2 Metern nur noch Kraut.
Der 2 Spot war ein Plateu welches aus 8 Meter Tiefe auf 2-3 Meter herausragte. Dieser Spot sah für mich viel versprechender aus.
Daniel legte auch eine Rute auf der Visavi Seite aus nur ca 15 meter von meinen Spot entfernt.
Und die andere auf ca. 120 Meter Entfernung auf einen 1x1 großen Krautfreien Fleck.
Nach ca. 1. Stunde loten waren wir dann fertig und brachten die Ruten raus. Dann kam auch der Hannes mit seinem Sohn und wir gesellten uns mit ihnen zur Hütte.
Um ca. 11 Uhr gingen wir dann schlafen knapp bevor mit die Augen zufielen ein sehr zaghafter Biss, raus, Rute aufgenommen und er war im Kraut. Ich entschied mich vom dem Fisch Druck zu machen doch das war ein Fehler und ich drillte nur noch Kraut an die Oberfläche.
Wieder Rute raus, ab ins Zelt und ein paar Stündchen schlafen, doch dem war nicht so und ca. 40 Minuten später ein Vollrun der extra Klasse.
(Selber Spot auf der Visavi Seite) Ich nahm die Rute auf der Fisch nahm 10 Meter Schnur und war im Kraut. Ich entschied mich nur die Schnur auf Spannnung zu halten. Endlich war es soweit, nach 200 Meter Ruderei waren wir über dem Fisch und jetzt begann der ganze Spaß. Ich pumpte den Fisch fast bis zur Oberfläche als er das Bppt nochmal 15 Meter weit am Ufer entlang zog. Ich knallte die Bremse ab diesem Zeitpunkt komplett zu, da bald einige Hindernisse kamen. Nun tauchte diese Kanone auf. Wir wussten als er im Kescher war das ist ein Schöner.
Wir rätselten und als er auf der Matte lag fielen mir die Augen aus dem Kopf
Nun kam auch der Hannes aus dem Zelt da wir ihm anscheinend zu viel Lerm machten .
Die Waage zeigte 17,50 kg an. Neuer Pb.
Ein paar Fotos geschossen und behutsam mit dem Fisch ins Wasser gegangen und ihn wieder in sein Element entlassen.
Rute wieder raus und wir durften bis in die Früh durchschlafen.
In der Früh Ruten neu ausgelegt ein bisschen drauf gefüttert und das war auch schon wieder die ganze Aktion unter Tags.
Am Abend konnten wir ein schönes Gewitter beobachten was in der Ferne sein Unwesen trieb.
Bis auf 1 Piepser bei mir und beim Daniel tat sich leider nichts mehr und so zogen wir ab vom Virgin.
Aber der Daniel und ich kommen wieder keine Frage!
PS: Danke an den Hannes der mitten in der Nacht aufgestanden ist und uns beim Wiegen geholfen hat.
Und an den Duli für die Rute.
Gruß Stefan

























